China-Austausch #2 | Liebeserklärung an die chinesische Küche

Wenn das Stichwort China im Zusammenhang mit Essen fällt, dann denken viele erstmal an gebratenen Hund. Oder an getrocknete Kakerlaken, Spinnen und Skorpione. Oder an Hühnchen süß-sauer. Wenn man schonmal in China war und die authentische Küche ein wenig kennt, kann man da nur den Kopf schütteln. Nun gut, wenn traditionell gekocht wird, kann es auch sein, dass mal Hundefleisch auf dem Tisch landet. Trotzdem war das während meiner Reise wirklich ein Ausnahmefall. Da China so groß ist, wird in den verschiedenen Teilen des Landes sehr unterschiedlich gekocht. Wir waren vor allem an der Küste unterwegs, das heißt, Meeresfrüchte gab es jeden Tag. Und zwar frisch! Selbst ich habe Tintenfisch probiert (lecker!) und Krebs gegessen. In China wird morgens, mittags, abends warm gegessen. Das erste Frühstück (halb 7 Uhr morgens) mit Dumplings und Sojasoße war demnach etwas gewöhnungsbedürftig. Da war mir ein Nutellabrot dann doch lieber. Wieder zu Hause angekommen habe ich zwar erstmal ein Käsebrot gegessen (Milch, und alles was daraus besteht, gibt es in China praktisch nicht), aber die Sehnsucht nach frischem Gemüse, Obst, Fisch und vor allem Dumplings (schon allein wegen dieser wunderbaren kleinen Teigtaschen würde ich wieder nach China fliegen) war am Ende groß. Nachkochen ist leider schwierig, da in China mit ganz besonderen Gewürzen gekocht wird, und eben alle Zutaten frisch sind. Deswegen schmeckt es dort auch so gut. Wenn ich ALLES aufzählen müsste, was ich gerne noch einmal essen würde (frisch gebratene Aubergine, Dumplings, Glasnudeln mit Erdnusssoße, Tinenfisch mit Chili, Dumplings, Baotse, Suppe mit frischem Koriander und natürlich Dumplings) säße ich morgen noch hier. Liebe chinesische Küche, ich liebe dich!

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