Wir können helfen.

Zu Hause vor dem Fernseher, gemütlich auf dem Sofa während der Nachrichten, fällt es schwer sich vorzustellen, dass Krieg herrscht und Millionen von Menschen auf der Flucht sind.

In Syrien, dem Irak, in Pakistan, Afghanistan, Nigeria und vielen anderen Staaten der Welt können Menschen nicht mehr sicher leben. Ihre Existenz wird durch den sogenannten Nahost-Konflikt bedroht, wobei der Begriff „Konflikt“ den Ernst der Lage nicht ganz trifft.

Tagtäglich werden Menschen gefoltert und erschossen, ganze Städte werden zerstört. Große Teile Aleppos, eine der ältesten Städte der Welt mit wertvollen UNESCO-Welterbe-Kulturstätten, wurden im syrischen Bürgerkrieg dem Erdboden gleich gemacht.

Natürlich wollen viele Menschen raus aus dem Kriegsgebiet, um nicht mehr in Angst leben zu müssen, ihre Familien in Sicherheit zu bringen und wieder ein normales Leben führen zu können. So, wie wir es gewohnt sind, hier in Deutschland. Wir haben ein Dach über dem Kopf, immer genug zu Essen, und unsere Kinder können die Schule besuchen. Das ist nicht selbstverständlich.

Wenn ich dann Nachrichten von abgebrannten Flüchtlingsheimen oder Übergriffen durch Nazis höre, frage ich mich, ob diese Menschen, die dagegen sind, Flüchtlinge in Deutschland aufzunehmen, mal darüber nachgedacht haben, wie es diesen Menschen geht und was sie erlebt haben. Die meisten wollen doch gar nicht aus ihrem Heimatland fliehen, sie müssen.

Auf dem Weg nach Europa, das praktisch das Paradies ist, weil es hier die Möglichkeit gibt, legal zu arbeiten und sich ein neues Leben aufzubauen (was rein theoretisch ja möglich ist, aber in der Praxis und durch das Asylverfahren ganz anders aussieht), sterben wieder Tausende Menschen. Einige Flüchtlinge, mit denen ich gesprochen habe, haben in circa 70 Tagen die Wüste durchquert. Zu Fuß. Andere sind in Booten nach Europa gekommen, auf denen während der Flucht Wasser und Lebensmittel ausgegangen sind.

Warum nehmen diese Menschen dann so einen langen und schweren Weg auf sich, nur um nach Deutschland zu kommen? Und warum sollten wir sie aufnehmen? Ganz einfach: Weil sie unsere Hilfe brauchen. Diese Menschen haben oft alles verloren. Familie, Haus, Besitz. Alles weg.

Viele der Flüchtlinge sind Männer, die nun versuchen, ihre Familien nach Deutschland zu holen. Einziger Kontakt zu Frau und Kindern ist das Smartphone. Ein Mann hat uns erzählt, wie er seine Freunde hat sterben sehen. Traumatisierte Jugendliche kommen nach Deutschland, ohne Familien. Die haben den Krieg nicht überlebt.

 

Auch wenn ich trotz all dieser Informationen nicht richtig realisieren kann, was die Menschen in den Kriegsgebieten erleben, kann ich helfen. Zum Beispiel, in dem ich jetzt dazu aufrufe, sich Gedanken über diesen Beitrag zu machen und die Ankunft der Flüchtlinge hier in Deutschland positiv zu sehen. Denn diese Menschen haben den Krieg überlebt. Wenn wir ihnen irgendwie helfen können, indem wir sie hier aufnehmen (und ja, das wird nicht immer leicht, aber das sollte uns nicht stoppen), dann sollten wir genau das auch tun.!

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