Los geht’s | NZ #1

Wo soll ich anfangen… Seit einer Woche bin ich jetzt in Neuseeland und habe jetzt das erste Mal Zeit, euch zu berichten, was alles in den ersten Tagen passiert ist.

Schon vor dem Flug habe ich ein paar nette Mädels kennengelernt, die mit der gleichen Organisation in Neuseeland unterwegs sind, und mit denen ich die ersten Nächte zusammen im Hostel verbracht habe. Die Anreise an sich war furchtbar anstrengend, zwei elf-Stunden Flüge mit vier Stunden Pause dazwischen. Auf dem ersten Flug hat das Flugzeug so geschaukelt („kleine Turbulenzen“ wäre untertrieben), dass ich zwischenzeitlich dachte, okay, das war’s jetzt, hier ist mein Abenteuer also zu Ende. Aber ich lebe noch, also alles im grünen Bereich.

In Auckland angekommen habe ich die ersten zwei Nächte im YHA City Hostel verbracht, und schon einen ersten Eindruck vom Backpacker-Leben bekommen. Duschen und Toiletten auf dem Gang und es gibt fast immer eine Küche für alle „Selberkocher“ (was ich wärmstens empfehlen kann, in Neuseeland sind die meisten Lebensmittel unglaublich teuer), an beides gewöhnt man sich schnell.IMG_2745

Drei Sachen sind mir nach meiner Ankunft besonders aufgefallen: Auckland ist unglaublich grün, überall gibt es Parks. Außerdem sind gefühlt die Hälfte aller Einwohner Aucklands Asiaten – und die andere Hälfte Deutsche. Bis jetzt bin ich noch gar nicht so sehr dazu gekommen, Englisch zu sprechen.

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Auckland
Auckland CBD
Auckland CBD
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Auckland Fernsehturm

Die Zeit in Auckland – das waren vier Tage – wurde vor allem von organisatorischen Angelegenheiten in Anspruch genommen. Ich habe ein Bankkonto eröffnet, eine Steuernummer beantragt, Handy SIM-Karte gekauft und die nächsten Tage geplant. Von der Organisation waren nur die ersten zwei Nächte gebucht, um die nächsten habe ich mich mit den Mädels selbst gekümmert. Und das war gar nicht so einfach. In Auckland ist um diese Zeit alles ausgebucht, aber wir hatten Glück, und haben jeweils ein Schlafplatz in zwei Hostels für zwei Nächte bekommen. Hier habe ich auch meine erste Erfahrung mit einem sogenannten „dorm“ gemacht. Im SilverFern Hostel gab es nur noch einen Platz im 12-Bett-Zimmer. Juhu. Aber mit meinen Ohropax (es stimmt, sie sind nach Reisepass, Geld und Handy bisher das Wichtigste auf meinem Trip) war es okay.

Natürlich hatte ich auch ein bisschen Zeit, mir Auckland und Umgebung anzusehen. Ich war mit ein paar anderen auf dem Mt. Eden, dem höchsten der vielen Vulkankrater, auf denen Auckland gebaut wurde. Die Aussicht war atemberaubend.IMG_2784 IMG_2785 IMG_2771 IMG_2788

Schon nach dem ersten Tag in Auckland wusste ich, dass ich nicht in der Stadt bleiben will. Es ist einfach nicht richtig Neuseeland. Also habe ich mich einer anderen Gruppe angeschlossen und bin heute mit der Fähre und meinem Gepäck (mittlerweile 15-Kilo-Backpack, Tagesrucksack und Kamera) nach Waiheke Island gefahren.

Aussicht von der Fähre auf Auckland
Aussicht von der Fähre auf Auckland

Das Hostel in dem ich untergebracht bin, ist… sagen wir es ist ein wenig alternativ. Eigentlich auch nicht das richtige Wort. Die meisten Leute hier sind schon seit mehreren Monaten da, arbeiten im Hostel, zum Beispiel an der Rezeption oder im Garten, und sind schon um vier Uhr nachmittags betrunken. Alle sind extrem relaxed, man fühlt sich wie auf einem Hippie-Festival, das schon seit drei Wochen im Gang ist.

Mein Ding ist das hier trotzdem nicht, ich fühle mich zwar nicht mehr so unwohl wie am Anfang, aber für eine längere Zeit könnte ich nicht bleiben.

Am Montag fahre ich mit der Fähre zurück nach Auckland und von dort aus mit dem Bus nach Kerikeri. Dort gibt es ein Working-Hostel (der Besitzer des Hostels hilft den Gästen, Arbeit zu finden), das mir mehrmals ausdrücklich empfohlen wurde. Das ist mein nächstes Ziel, und ich hoffe, dass es mir dort gefällt. In diesem Fall habe ich vor mehrere Wochen zu bleiben.

Bevor ich hier jetzt zum Ende komme, noch ein kurzer Gedankensprung. Ein Mädchen aus Deutschland hat mir heute erzählt, was in Frankreich passiert ist. Ich fühle mich schrecklich deswegen, wahrscheinlich weil ich einfach nichts tun kann. Nicht, dass ihr mich falsch versteht, zu Hause hätte ich genau so wenig Chancen, irgendetwas zu verändern, aber hier in Neuseeland bin ich wirklich von der restlichen Welt abgeschnitten. So fühlt es sich zumindest an. Und das gefällt mir ganz und gar nicht. Vielleicht schaffe ich es ja noch, diesen Zustand von Sorglosigkeit zu genießen.

Viele Grüße aus Waiheke von Katinka 🙂

8 Gedanken zu “Los geht’s | NZ #1

  1. Das klingt nach einer super spannenden und prägenden Reise. Ich kenne auch gerade jemanden, der in Neuseeland unterwegs ist. Ich wünsche dir ganz viel Spaß und tolle Erfahrungen!

    Herzlich,
    Anna

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