„Plastic Planet“ | Idee Nr. 5

„Weißt du, was ich in unserer Küche am meisten benutze?“, fragte meine Mum mich letztens.
„Nein, was denn?“
„Die Schere. Und weißt du auch warum?“ Diese Frage beantwortete sie sich gleich selbst. „Um die ganzen Verpackungen aufzuschneiden.“

Sie hat Recht. Fast jedes Lebensmittel ist in Plastik verpackt. Obst, Gemüse, Käse, Wurst, Nudeln, Müsli, Sahne, Saft,… diese Liste ist endlos fortsetzbar.

Unser Alltag ist voll von Plastik. Wir putzen uns damit die Zähne, machen morgens damit unseren Kaffee und trinken daraus. Kugelschreiber, Handys, unsere Kleidungsstücke und Schuhe werden daraus gemacht. Plastik ist überall.

Eigentlich kein Wunder: Kunststoff kann in jede beliebige Form gebracht werden, ist leicher als Glas oder Keramik und dazu bruchfest, außerdem temperaturbeständig.

Wo ist der Haken? Plastik ist giftig. Es wird mit diversen Zusatzstoffen versehen, um die gewünschten Eigenschaften zu erhalten. Diese Chemikalien können aus dem Kunststoff entweichen, über die Umwelt in den menschlichen Körper gelangen und dort großen Schaden anrichten. Weichmacher (Phtalate) und Bisphenol A (BPA) zum Beispiel wirken wie künstliche Hormone und können Krebs, Unfruchtbarkeit oder Allergien hervorrufen.

Außerdem treibt die Plastikproduktion den Klimawandel an. Es besteht nämlich vorwiegend aus Erdöl, Kohle und Erdgas. Bei der Produktion wird ebenfalls viel Energie verbraucht und Kohlenstoffdioxid ausgestoßen.

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Bildquelle

Die Vermüllung der Erde ist das sichtbarste Problem, das durch Plastik verursacht wird. Kunststoff ist nicht abbaubar, und so entstehen überall auf der Welt Müllhalden aus Plastik. Das Meer ist wohl die größte.

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Plastik im Magen eines toten Albatrosses (Bildquelle)

Die gute Nachricht: Wir können etwas dagegen tun. Vom WWF stammt der Grundsatz „Vermeiden, Verzichten, Informieren“.

Plastik lässt sich vermeiden, indem wir zum Beispiel unverpacktes Obst und Gemüse kaufen und keine Plastiktüten, sondern Stoffbeutel zum Einkaufen benutzen (sehen eh viel besser aus).

Wir könnten auf Wasser und Saft aus Plastikflaschen verzichten, und stattdessen Wasser aus der Leitung trinken und Saft in Glasflaschen kaufen.

Jeder ist im Stande sich zu informieren und zum Beispiel Kosmetikprodukte zu kaufen, die kein Plastik enthalten (vor allem in vielen Peelings sind Polyethylene in Form kleiner Plastikkügelchen zu finden).

Mit Recycling wird der entstandene Plastikmüll wieder nutzbar gemacht.

Wem fallen noch andere Wege ein, um Plastik zu umgehen? Ich würde mich über Kommentare freuen 🙂

 


Quellen: Bildquelle Beitragsbild, BUND, Plastic Planet (Filmtipp!!!), WWF
Interessanter Blog zum Thema „Leben ohne Plastik“

 

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