Back to the Roots? | Fotobuchtest *

Im Zeitalter digitaler Fotografie brauchen wir vor allem eins: viel Speicherplatz. Dreißig Fotos, ein Motiv. Die Hälfte wird gelöscht, aber nur die Hälfte, weil alle anderen Bilder ja doch irgendwie schön sind. Auf eine volle Festplatte folgt die nächste. Wer will denn da den Überblick behalten? Sind wir mal ehrlich: Die meisten „alten“ Fotos verschwinden in der Versenkung (aka virtueller Ordner). Und werden (allerhöchstens) einmal im Jahr wieder ausgegraben: damit Kalender für sämtliche Verwandte bestückt werden können. Ein trauriges Schicksal. 😦 Die gute Nachricht: Es gibt ungefähr 1000 Möglichkeiten, verschollene Fotos zu retten. Einen eigenen Blog, Fotogirlanden, Pinnwände, klassisch rahmen lassen oder – mein Favorit – in ein Fotoalbum kleben. Ja, Fotoalben! Die gibt’s noch! (Und ich meine nicht die, mit den Klarsichthüllen. Sondern die, mit den leeren, dicken Karton-Seiten.) Leider eine ziemlich (zeit-)aufwändige Prozedur, schließlich müssen die Fotos erst ausgesucht, dann gedruckt, zurechtgeschnitten und schließlich eingeklebt werden. Aber mal im Ernst: Das ist es uns doch wert, oder? Keinen Computer anmachen müssen, keine virtuellen Ordner durchsuchen und keine viereckigen Augen vom ständigen auf-den-Bildschirm-Starren bekommen, um der Familie die schönsten Bilder des letzten Urlaubs zu zeigen. Einfach Album aus dem Regal gezogen und aufgeklappt. Fertig. Herrlich.

Nun gibt es mittlerweile, hurra, eine digital zu bearbeitende Alternative. Das Fotobuch. Und auch, wenn mir das (back to the roots!) Album lieber ist: Ausprobieren schadet ja nicht. Gesagt, getan. Ich habe ein Fotobuch der Marke Saal Digital getestet und bin … Trommelwirbel … wirklich angetan.

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Weil die Software mindestens eine Millionen Möglichkeiten bietet, die einzelnen Seiten selbst zu layouten oder nach Vorlage zu gestalten.

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Weil es trotzdem easy-peasy war, Bilder und Texte einzufügen, zuzuschneiden, zu drehen, zu bearbeiten (integriertes Bildbearbeitungsprogramm – finde ich supi!) und so weiter und so fort.

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Weil das Fotobuch schon zwei Tage nach Bestellung zu Hause ankam. (Kleiner Tipp am Rande: Lasst euch bloß niemals, niemals etwas mit UPS liefern. Der Name ist Programm.) Weil das Fotobuch qualitativ hochwertig ist – stabile Seiten, farbechter Druck, tolle Seitenübergänge!!

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Und, weil ich die quadratische Form klasse finde. Einziger Haken: Teuer ist es. Vierzig Euro für mein gewähltes Format 28 x 28 Centimeter mit 26 Seiten. Preisgünstige Alternativen mit ähnlicher Qualität habe ich allerdings auch nicht gefunden.

Was ich feststellen musste: So ein Fotobuch ist in seiner Gestaltung mindestens (!) so aufwändig, wie ein Fotoalbum. Jedenfalls für kleine Perfektionisten wie mich. Die Fotos sehen – als Hintergrund, im Großformat, auf dem Cover – wirklich toll aus und das Saal-Digital-Fotobuch kann ich absolut weiterempfehlen. Wenn man ein bisschen was gespart hat. Und sein Geld nicht lieber für zwölf richtig gute Kaffee ausgeben möchte. Mit Milchschaum. Just saying 😉

Habt ihr schonmal ein Fotobuch drucken lassen? Wenn ja, wo? Und wart ihr zufrieden?

* In freundlicher Zusammenarbeit mit saal-digital.de ❁