Die Kraft der positiven Gedanken | Spiritualität für Anfänger (+ Outfit)

Vor Kurzem habe ich, auf Drängen einer sehr guten Freundin hin, einen Charaktertest im Internet gemacht. Das Ergebnis war erschreckend genau. Und über eine Frage musste ich ein wenig länger nachdenken: Findest du Übersinnliches interessant? Ja, finde ich. Allerdings ist diese Frage wirklich schwierig zu beantworten, wenn man selbst noch gar nicht weiß, was „übersinnlich“ eigentlich bedeutet. Jeder hat da schließlich seine eigenen Vorstellungen. (Überhaupt sind Definitionen doch nur Versuche, sich der Bedeutung eines Wortes anzunähern.) Ich finde Übersinnliches interessant, weil es nicht greifbar ist. Und weil es etwas ist, das weder be- noch widerlegt werden kann. Ich kann also glauben, woran ich möchte. Denn wie soll jemand etwas für falsch oder richtig erklären, das bloß der andere spüren kann? (Gar nicht, ätsche-bätsch.)

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Nähern wir uns diesem kontroversen Thema mal mit einem Beipiel. Ich muss ja noch eine Hausarbeit schreiben (und schon wieder geht es um meine Hausarbeit, ich weiß Leute, es langweilt euch sicher schon, aber sie beschäftigt mich in letzter Zeit enorm). Und ehrlich gesagt weiß ich immer noch nicht, worüber ich eigentlich schreiben soll. Aber das ist okay. Denn für mich heißt es jetzt nicht mehr: „Ich schreibe diese Hausarbeit, um eine tolle Note zu bekommen, setze mich richtig unter Druck und produziere etwas wissenschaftlich wertvolles“, sondern: „Ich schreibe diese Hausarbeit, um ein wirklich interessantes Thema zu durchdringen, sehe es als ein Experiment, und stelle mich dieser (Achtung, mein Lieblingswort des Jahres, nicht) Herausforderung auf meine Art“. Schon fällt mir das Arbeiten leichter. In unangenehmen Situationen hilft es mir, das Positive herauszufiltern und dem Negativen überzustülpen. So, wie man mit einer wunderschönen Mütze die völlig verknautschte Frisur verstecken kann. (Mit Vergleichen hab ich’s tatsächlich nicht so. Oder war das eine Metapher?)

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Entspannter sein in stressigen Momenten und das bloß, weil man die Situation (für sich selbst) neu interpretiert – faszinierend, oder? Also, ich finde schon. Und ich glaube, dass sich dadurch nicht nur die Art und Weise des Arbeitens  verändert, sondern auch das Ergebnis. Vielleicht fängt man an, weiter zu denken. Über sonst feste Strukturen hinaus. Vielleicht entdeckt man eine ganz neue Perspektive. Oder die eigene Leidenschaft für ein bestimmtes Thema.

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Natürlich kann Übersinnliches noch viel mehr sein. Über – sinnlich, das sagt ja schon der Name, ist all das, was über unsere Sinneseindrücke hinausgeht und nicht mit ihnen zu verstehen ist. Übersinnlich klingt erst einmal nach Hokus-Pokus und esoterischen Verschwörungstheorien, ist aber eigentlich etwas, das jeder Mensch erfährt. Da bin ich mir sicher. Schließlich erlebt jeder irgendwann einmal etwas, das er nicht in Worte fassen kann, weil es nicht (für andere) erklärbar ist. Was nur derjenige selbst nachvollziehen kann, weil eben nur er es erlebt hat.

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Ich zum Beispiel würde nur zu gern wissen, wieso ich träume, was ich träume. Manch Profanes ist sicherlich leicht zu deuten. Dass ich immer noch von nicht bestandenen Abitur-Prüfungen träume, wundert mich jedenfalls nicht. Anderes scheint bloß zusammengewürfelter Unfug zu sein. Und warum fühlt sich träumen (trotzdem) immer so verdammt echt an?  Seid ihr auch schon einmal in einem Traum aufgewacht? Gaaanz komisches Gefühl. Manchmal frage ich mich, ob wir nicht die ganze Zeit nur träumen. Nicht zu lange drüber nachdenken.

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Ich verbinde Übersinnliches immer auch mit Spiritualität. An etwas zu glauben bringt Menschen dazu, Unglaubliches zu schaffen. Womit wir wieder bei der Kraft der Gedanken wären. Habt ihr schon einmal versucht, an nichts zu denken? Ist verdammt schwierig. In diesem Zustand, der Meditation, können manche Menschen ihre Energie spüren. So richtig. Wie und wo sie durch den Körper strömt, oder blockiert ist. Wer das für „Quatsch“ hält, sollte sich eines bewusst machen: Noch nie in einem solchen Zustand gewesen zu sein, macht es natürlich schwer, dies zu begreifen. Außerdem lassen sich übersinnliche Erfahrungen nur bedingt, manchmal gar nicht beweisen. Das heißt aber nicht, dass sie nicht wirklich sind.

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P.S.: Auf gar keinen Fall darf ich vergessen, Danke ♥ zu sagen. Und zwar dem Talent hinter der Kamera. Hier lernt ihr sie und ihre Fotos kennen.

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P.P.S.: Ich wollte den Beitrag unbedingt noch heute Abend  fertigstellen – das Glas Rotwein ist nun beinahe leer, ein Konzert für Klavier und Orchester läuft im Hintergrund, alle anderen sind schon im Bett. In der Hoffnung, dass nicht nur Unsinn entstanden ist: Grüße ♥ Katinka.

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3 Gedanken zu “Die Kraft der positiven Gedanken | Spiritualität für Anfänger (+ Outfit)

  1. Liebe Hannah,
    mit Sicherheit ist bei Deinen Gedanken über ÜberSINNliches kein UnSINN entstanden.
    Erfahrungen damit hat mit Sicherheit jeder schon mal gemacht. Es gibt IMMER Dinge, die wir rational oder emotional nicht begreifen können. Und dann wirds eben „übersinnlich“. Und hat seit dem 24. Dezember 0 einen Namen. Vielleicht. Vielleicht auch schon viel viel früher.

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  2. Das interessante am Übersinnlichen ist, dass einige wissenschaftliche Disziplinen per Definition von etwas übersinnlichem ausgehen MÜSSEN, um ihren Theorien ein Mindestmaß an Glaubwürdigkeit verleihen zu können. Die Semantik beispielsweise — also die Wissenschaft des Verstehens — geht von einem sog. Referenzuniversum aus, in dem all unsere Kommunikation stattfindet. All das, was nicht in diesem Universum kommuniziert wird, muss — so die Theorie — in einem anderen Universum stattfinden. Also einem Universum, dass nur existiert, um beweisen zu können, dass es nicht existiert. Paradox, dass ausgerechnet die Wissenschaft — so sehr sie auch das übersinnliche verleugnet — an übersinnliches glaubt.

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    • Na, das ist wirklich interessant! Obwohl ich gerade das Gefühl habe, jemand würde eine U-Bahn in meinem Kopf bauen – „Also einem Universum, dass nur existiert, um beweisen zu können, dass es nicht existiert.“
      Und richtig interessant wird es, wenn Wissenschaftler versuchen, Übersinnliches zu beweisen. 😉

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