Ein Rezept ✩ Elisenlebkuchen | Adventskalender Türchen 4

Morven Vanillekipferl, Lebkuchen, Zimtsterne, Stollen, Butterplätzchen, Spekulatius, Nussmakronen … was wäre die Weihnachtszeit nur ohne all diese Leckereien? Es würde definitiv etwas fehlen. Vieles kann man kaufen, aber es geht doch nichts über selbstgebackene Plätzchen (bis auf den Stollen vom Bäcker des Vertrauens unserer Familie … und dessen Lebkuchen … und Nussmakronen). Als ich klein war, habe ich jedes Jahr kurz vor dem ersten Advent zusammen mit meiner Mama und meinem Bruder Plätzchen ausgestochen, gebacken und verziert, mit Schokolade und Zuckerguss und ganz vielen bunten Streuseln. Ich kann mich besonders an eine Ausstechform erinnern: es war ein Schaf mit zwei unglaublich dünnen Beinen. Meistens lief es darauf hinaus, dass wir viel mehr liegende als stehende Schafe hatten, da bei dem Versuch, die ausgestochenen Plätzchen auf das Blech zu manövrieren, immer ein oder zwei Beine abbrachen. Mein Bruder und ich haben einen Wettbewerb daraus gemacht: Wer es schaffte, die meisten stehenden Schafe zu produzieren (einbeinige zählten natürlich nicht), war der Gewinner. (Den ich an dieser Stelle nicht verraten werde. 😉 )

Plätzchenback-Nachmittage sind auch jetzt noch total schön – keine Frage – mit Kindern, die man sich ja vielleicht zu diesem Zweck einmal „ausleihen“ kann oder mit Freunden, die Kind geblieben sind, wie Katinka. Deren Begeisterung ist schrecklich ansteckend.

Meine Mama hat vor ein paar Jahren ein Rezept für Elisenlebkuchen gefunden, die seitdem fester Bestandteil unserer Weihnachtsbäckerei sind. Wer Lust auf die perfekte Kombination aus Mandeln, Zimt und Orange hat, vereint in einem herrlich knusprigen und gleichzeitig fluffig-weichem Weihnachtsplätzchen (wir sollten Werbetexter werden) sollte dieses Rezept auf jeden Fall einmal ausprobieren.

Für zwei bis drei Bleche braucht ihr:

* vier Eier
* 400 Gramm Zucker
* zwei Esslöffel Zimt
* einen Teelöffel gemahlene Gewürznelke
* 250 Gramm gemahlene Mandeln
* 200 Gramm gemahlene Haselnüsse
* abgeriebene Schale von zwei Orangen (ungespritzt!)
* 60 Gramm Orangeat
* 60 Gramm Zitronat
* Oblaten, zum Beispiel mit einem Durchmesser von neun Centimetern, kleiner ist  aber auch möglich
* Zuckerguss (aus Puderzucker und Zitronensaft) und/oder Kuvertüre zum Bestreichen

So geht’s:

Zu Beginn die Eier schaumig schlagen, den Zucker nach und nach zugeben und die Masse so lange weiterschlagen, bis sie cremig ist. Orangeat und Zitronat mit dem Wiegemesser (oder einem großen Küchenmesser) zerkleinern. Zusammen mit allen anderen Zutaten unter die Zucker-Ei-Masse rühren. Und schon ist der Teig fertig! Der sollte jetzt am besten für 24 Stunden ruhen. So kommt das Aroma der Gewürze später besser zur Geltung.

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Der Teig duftet sooooo lecker ♥

Wenn es (endlich!) soweit ist, den Ofen auf 160 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Die Oblaten mit dem Teig bestreichen (am einfachsten geht das mit einem Löffel) und aufpassen, dass sie nicht zerbrechen (wenn, ist aber auch nicht so schlimm, der Teig ist unheimlich klebrig und hält sie im Notfall zusammen).

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Das ist gar nicht so einfach! Aber mit ein bisschen Übung klappt es ganz gut ✩
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So wird der Lebkuchen perfekt – die Oblate ist komplett bedeckt.

Die Lebkuchen auf dem Blech verteilen und dabei darauf achten, genügend Abstand zwischen ihnen zu lassen, da sie noch ein bisschen „wachsen“.

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Für Gemütlichkeit beim Backen: Kerzen in der Küche verteilen.

Für 20 bis 25 Minuten backen. Auskühlen lassen und mit Schokolade oder Zuckerguss überziehen.

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links: Schokolade, recht: Zuckerguss (nicht im Bild: die, die sich wirklich zusammenreißen mussten, nicht alles sofort wegzunaschen)
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ohne Worte

Viel Spaß beim Nachbacken und Naschen! Grüße aus der (nach Zimt und Schokolade duftenden) Küche ♥ Morven und Katinka

P. S.:

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Nur einen Teelöffel roher Teig pro Person! Sonst gibt es am Ende Bauchschmerzen, aber keine Lebkuchen.

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