Aus dem Zug

Wenn frühmorgens am Bahnhof unserer Kleinstadt die Wintersonne aufgeht, dann sieht das ungefähr so aus (Fotos sind schließlich nie ein genaues Abbild der Welt, wie sie ist, und davon abgesehen nimmt sie sowieso jeder anders wahr):

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Zug und Zeit setzen sich gleichzeitig in Bewegung – je schneller er fährt, desto schneller vergeht sie, an manchen, den meisten Tagen. Vor dem Fenster wechseln sich Wiesen und Wälder, Wind und Wetter, Stadt und Land ab, rastlos gehen sie ineinander über. Bis alles da draußen verwischt, grau und flüchtig wird.

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Nicht so oft reißt die Sonne den Himmel auf, scharf werden die Silhouetten der kahlen Bäume im Licht. Zu schnell fährt der Zug, zu schnell ist der Moment vorrüber – ihn auszukosten darf nicht länger als ein paar Sekunden dauern.

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Manchmal wünsche ich mir, ich könnte die Fahrt an einer beliebigen Stelle unterbrechen, aus dem Zug aussteigen und die Gegend erkunden. Über das schneebedeckte Feld laufen; mich zwischen die wogenden Ähren legen und die Augen schließen, das Gesicht der Sonne entgegengestreckt.

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Am allerschönsten ist der Himmel, wenn er sich rosa färbt. Kurz bevor es dämmert. So, wie heute.

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Genießt die Woche und nehmt euch etwas vor, auf das ihr euch freuen könnt! 🙂
Grüße ♥ Katinka