Dichter Nebel und schneebedeckte Strände | Urlaub in Dänemark

Wir haben schon so oft Urlaub in diesem kleinen Ort an der Ostsee gemacht, dass (wahrscheinlich nicht nur) ich glaube, die exakte Position jedes einzelnen Strandkorbs, die Speisekarten aller Restaurants  und jede einzelne Möwe persönlich zu kennen (da wären zum Beispiel Rudolf, Timmi und die Yoga-Möwe).

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Unsere Freunde erzählten uns dann, nachdem ich mit glänzenden Augen vorgeschlagen hatte, an die Nordsee zu fahren, denn dort sind wir tatsächlich noch nie zusammen gewesen, dass Wattwanderungen zwar Spaß machen (wenn man sich nicht vor den Häufchen von Würmern ekelt), aber die Nordsee doch allgemein eher überschätzt wird. Wieso macht man Urlaub am Meer, wenn es ständig verschwindet? Dieser Einwand erschien mir sehr einleuchtend.

Was nun? Osterurlaub in den Bergen? Angesichts der mangelnden Euphorie meines kleinen Bruders und mir bei den Worten „Wanderung“, „Höhenmeter“ und „Tagestour“, begann die Suche nach Alternativen. Und wir landeten schließlich in … Dänemark! Also doch Nordsee. Nur ohne Watt, der Tidenhub an der dänischen Westküste ist nämlich sehr gering. Das heißt, das Meer verschwindet nicht ganz, sondern zieht sich bloß ein wenig zurück (ich hab das recherchiert … fragt mich jetzt bloß nicht, was Tide oder Hub bedeutet). Man darf übrigens keine Angst vor dichtem Nebel haben, wenn man Urlaub in Dänemark machen möchte.

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Wie Sie sehen, sehen Sie nichts.

Oder vor schneebedeckten Stränden.

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Vielleicht gefällt mir die Nordseeküste Dänemarks noch ein bisschen besser als Rügen (ein klitzekleines bisschen). Denn hier kann man nicht nur wunderbar an breiten Sandstränden, sondern auch durch die dahinterliegenden Dünenlandschaften spazieren. (Findet ihr nicht auch, dass die Gräser aussehen wie überdimensionale Wildschweinborsten?)

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Außerdem macht es mehr Spaß, an den Strand gespülte Muschelschalen, Steine und Schneckenhäuser zu sammeln. Die Auswahl ist nämlich viel größer. Ich habe da in den letzten Jahren eine kleine Obsession entwickelt (klein in Anführungsstrichen).

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Besonders fasziniert hat mich das Licht – manche Tage waren weder dunkel noch hell, und es schien, als sei alles in ein klares Blaugrau getaucht. Richtig sonnig war es selten. Aber auch an solchen Tagen legte sich der Nebel in sekundenschnelle (ich scherze nicht, das war wirklich unheimlich) über die Umgebung.

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Noch unbenannte Möwen gab es auch genug.

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Lieblingsstrandbewohner

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Außerdem schmeckt in Dänemark alles besser (wir wissen auch nicht, wieso). Die Luft ist klar und salzig (man hat ständig Hunger und möchte in den ersten Tagen eigentlich bloß schlafen). Und es waren außer uns nicht allzu viele Menschen unterwegs (was aber auch an Nebel und Schnee gelegen haben könnte). Nur das Meer könnte ein bisschen lauter rauschen. 😉

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