March for Our Lives

Titelbild: “Minnesota March for Our Lives“ von Fibonacci Blue. Lizenz: CC BY 2.0. Bearbeitet (Farbe).

Sechs Minuten und 20 Sekunden mit einer AR-15, und meine Freundin Carmen wird sich nie mehr bei mir über den Klavierunterricht beschweren. Aaron Feis wird Kira nie mehr „Miss Sunshine“ nennen. Alex Schachter wird nie mehr mit seinem Bruder Ryan zur Schule gehen. Scott Beigel wird nie mehr mit Cameron im Sommerlager rumalbern. Helena Ramsey wird nie mehr mit Max rumhängen. Gina Montalto wird nie mehr ihrem Freund Liam beim Mittagessen zuwinken. Joaquin Oliver wird nie mehr mit Sam oder Dylan Basketball spielen. Alaina Petty wird nie mehr… Cara Loughran wird nie mehr… Chris Hixon wird nie mehr… Luke Hoyer wird nie mehr… Martin Duque Anguiano wird nie mehr… Peter Wang wird nie mehr… Alyssa Alhadeff wird nie mehr… Jamie Guttenberg wird nie mehr… Meadow Pollack wird nie mehr…
Emma Gonzalez, 24. März 2018, Washington

Am 14. Februar wurden in der Marjory Stoneman Douglas Highschool in Parkland 14 Jugendliche und drei Erwachsene getötet. Ein junger Mann erschoss sie, mit einem halbautomatischen AR-15-Gewehr.

Am 18. Mai starben in der Santa Fe High School in Texas zehn Menschen. Ein junger Mann erschoss sie, mit einem Sturmgewehr und einer Pistole.
Am 1. Februar wurden an der Salvador B. Castro Middle School in Los Angeles fünf Schüler verletzt. Eine zwöljähriges Mädchen hatte eine Waffe in ihrem Rucksack, aus der sich versehentlich Schüsse lösten.
Am 30. November starb ein Schüler an der Salem High School in Virginia Beach. Er erschoss sich selbst.
Am 23. Januar wurden an der Marshall County High School in Benton zwei Schüler getötet und 17 weitere verletzt. Ein Mitschüler schoss um sich.

list of school shootings 2018 (CNN)

In den USA wurden allein in diesem Jahr, laut dem Gun Violence Archive, 8.619 Menschen durch Waffengewalt getötet, 16.719 Menschen wurden verletzt. Es gab 204 mass shootings. 2.106 Kinder und Jugendliche wurden durch Schusswaffen verletzt oder getötet.

Americans make up about 4.4 percent of the global population but own 42 percent of the world’s guns. […] The United States also has some of the weakest controls over who may buy a gun and what sorts of guns may be owned.
New York Times

Viele Einwohner der USA sind nicht mit den Waffengesetzen ihres Landes einverstanden. Sie wollen, dass sich etwas ändert, dass die Politiker neue Gesetze beschließen, die den Waffenbesitz einschränken oder verbieten. Sie protestieren gegen Trump, der nach dem Amoklauf in Parkland verschlug, zum zukünftigen Schutz der Schüler die Lehrer zu bewaffnen. („Die Idee stammt von der Waffenlobby NRA“, schreibt die ZEIT.)

 

Emma Gonzalez gehört zu den Schülerinnen und Schülern, die den Amoklauf in Parkland überlebten und die Initiative Never Again MSD gründeten. Zusammen mit anderen Betroffenen und deren Angehörigen organisierte sie den March for Our Lives, eine Protestbewegung, die durch Amerika tourt und gestern auf der „Road to Change“ (hier mehr erfahren) in Fairfax haltmachte, vor dem Hauptquartier der NRA (National Rifle Association of America – Lobbyorganisation, die bestehende Waffenrechte der USA befürwortet und sich gegen eine Verschärfung dieser einsetzt).

VOTE THEM OUT!

Jugendliche werden von Politikern nicht ernstgenommen, weil wir nicht wählen. Wir registrieren jetzt neue Wähler um zu zeigen, dass es auch auf unsere Stimmen ankommt.
Felix Brody, 4. August 2018, Fairfax

March for Our Lives fordert:

  • junge Menschen in den USA dazu auf, wählen zu gehen, um so „the epidemic of gun violence“ zu stoppen.
  • umfassende backround-checks all jener, die Waffen kaufen.
  • das Verbot aller halbautomatischen Gewehre.
  • das Verbot aller „high-capacity“ Magazine.

BLEIBT DRAN! ♥ Zwei Drittel aller Amerikaner sprechen sich nun für schärfere Waffengesetze in den USA aus, das hat das Gallup-Institut herausgefunden. Wenn wir etwas verändern wollen, dann können wir das schaffen, gemeinsam! March for Our Lives beweist das. Wenn ihr etwas zu sagen habt, dann steht auf. Und tut etwas.

Gegen Gewalt und Hass. Für mehr Liebe, Zusammenarbeit, Verständnis, Toleranz, Empathie und eine Politik, die sich nicht an Geld oder Macht orientiert. Sondern am Menschen.