Schwarz

Die Straße vor ihr war fast leer; Regentropfen liefen ihr das Gesicht hinab. Die Hände hatte sie tief in ihren Jackentaschen vergraben, ihre Füße steckten in schon völlig durchweichten, gelben Turnschuhen. Ein paar blonde Haare klebten auf ihrer Stirn. Die Schritte lagen schwer auf dem Asphalt; ihre Augen brannten. Endlich erlaubte sie sich, traurig zu sein – sie ließ sich hineinziehen in das Schwarz, es fühlte sich fast gut an, so vertraut. Sie versank. Nur noch ein Stückchen. Das Schwarz umarmte sie innig, erdrückte sie beinahe, sie fühlte sich lebendig und verloren. Im nächsten Moment ließ sie los, sie weinte und schluchzte und schlug die Hände vors Gesicht. Die Hoffnungslosigkeit durchspülte sie in Wellen. Aber das Ende kam nicht.