Lust // Genuss // Musik …

Wenn die Musik eine Tür wäre, dann würde sie sich hin zu Tash Sultana öffnen. Diese Frau bringt mich um den Verstand. Ihr Sound ist keine Replik ihrer Gefühle, er ist nicht wie sie, er ist sie – er ist zart, rau, wunderschön und tut weh, alles gleichzeitig. Da ist vielleicht ein bisschen Jimi Hendrix, ein bisschen Pink Floyd, aber vor allem Tash Sultana, ganz pur.

Rausch Ich stehe neben mir. So. Abgerückt. Ich bin anders. Die Lust hat mich herausgeschoben, körperlos, nun höre ich. Ich höre mein Gefühl und ich bin es, ich bin nichts anderes mehr. Das Atmen wird schwerer. Es wird lauter. Langsam, ein paar Töne füllen mich aus und tanzen in mir, sie machen mich leichter. Ah, ich schwebe, bevor ich wieder in mich hineinstürze. Licht mischt sich in Dunkelheit, sie tanzen auch. Fallend die Arme ausbreiten, die nicht zu mir gehören, den Kopf heben, der nicht zu mir gehört, die Augen öffnen. Ich weiß nicht, wo ich bin. Ohne die Zeit.