Frage des Tages #1 mit Wissen schaffen

In der Campus-Bibliothekt duftet es nach Mandarinenschale. Nach einer Ewigkeit (inzwischen hat einen neue Dekade begonnen) melde ich mich auf diesem Weg in den windigen Weiten des Internets und sage: Hallo. Hallo, wie geht es euch an diesem Montag, an diesem kalten Januarmorgen? Ich fühle mich nicht nur, als würde ich jeden Moment vom Stuhl kippen, ich sehe auch so aus, mit leicht gelblicher Gesichtsfarbe und tiefblauen Augenringen. Das Aussehen zur Priorität zu machen, ist ganz schlimm oberflächlich. Mein Kaffee ist kalt. Den darf ich aber hier eh nicht trinken. Sonst habe ich nicht viel zu erzählen. Die Uni ist voller Erst-Semester(Innen), ich erinnere ich peinlich berührt an meine ersten akademischen Gehversuche. Vergangenen Monat habe ich eine Stufe in der Mensa übersehen und mir den Knöchel verstaucht (Teller sind heil geblieben), auch bis zum siebten Semester also noch nicht richtig laufen gelernt. Dafür geschafft, Peinlichkeiten zu umgehen, äh, mit Peinlichkeiten umzugehen. Was erwartet ihr? Ein Stipendium von der Studienstiftung? Nicht für mich, 22 Jahre alt, relativ mittelmäßige Noten, relativ weil verglichen mit dem, was meine FreundInnen leisten, ich habe tolle Freunde, und damit meine ich alle, die weiblichen und diversen und männlichen. Wegen ihnen esse ich Stollen im September, höre Podcasts, lese Wirtschaftsmagazine und finde, dass Leberflecken aussehen, wie Sternzeichen. Ein ganz normaler Tag, eine Überdosis Koffein (Bib-Regeln brechen ist nur eine kleine Rebellion). Wie kann Wissenschaft neben Wissen auch Frieden schaffen? ist meine Frage des Tages. Helft mir – finde hier keine zufriedenstellende Antwort.