Wir waren alle … | Flashback

Puh, wenn ich mich bloß an das Geräusch der Schulklingel erinnere, wird mir leicht übel. Nicht, dass ich so sehr unter der Lernerei oder blöden Lehrern gelitten hätte (nur ein bisschen, unter Letzterem). Nein, eigentlich hat mir Schule sogar Spaß gemacht. In der Oberstufe. An Freitagen. Mit Ausblick auf ein sonniges Sommerwochenende. Im Ernst Leute, wünscht sich einer von euch, wieder in die Schule gehen zu können? Nun, sicher kommt es darauf an, was ihr gerade so macht. Ob ihr arbeitet, studiert, oder eure neu gewonnene Freiheit im Ausland lebt.Weiterlesen »

Warum uns die Prüfungsphase fertig macht und was dagegen hilft | eine Deeskalationsstrategie

Für Esti. Und Lotta und Freddie und Caro.
Sonntagabend, zwischen WG-Küche und Bad auf dem Flur, 17:49 Uhr

»Hast du heute Abend schon was vor? Wollen wir was Leckeres kochen und dann Sterne gucken gehen, im Park?«

»Nee, du, ich muss noch – «

»Lernen!! Ja, ich weiß. Aber mach‘ doch mal Pause. Sonst verknoten sich deine Gehirnwindungen noch. Und bei der Prüfung kommt dann nix mehr durch.«

»Meine eine Gehirnwindung meinst du? Die ist schon verknotet. Das war sie schon vor der Lernerei. Durch diesen komplett unverständlichen Text von Judith Butler. Lies niemals Judith Butler. Weißt du, die hat einfach keine – «

»Lenk nicht ab, du brauchst eine Pause. Punkt. Ich gehe auch einkaufen. Und besorge alles für Pizza und Tiramisu.«Weiterlesen »

Von Prioritäten, Bedürfnissen und Verantwortung

Meine Prioritätenliste: Zeit mit Freunden verbringen, studieren (wirklich und wahrhaftig, inklusive langen, komplizierten Vorlesungen und noch längeren, komplizierteren Texten – mehr dazu später), sporteln, essen, fotografieren, noch mehr Zeit mit Freunden verbringen, schlafen, lesen, bloggen. Bloggen. Ganz hinten. Wie konnte das passieren? Tja, es ist passiert. Und ich ärgere mich nicht darüber. Denn Prioritäten verschieben sich – mit unseren Bedürfnissen. Weiterlesen »

Dem eigenen Ehrgeiz einen Vogel zeigen

Hallo Leute! Mannoman, wie lange ist es her, dass ein neuer Beitrag auf dem Blog erschienen ist? Kommt mir vor wie eine kleine Ewigkeit. Aber manchmal ist einfach eine Pause nötig, vor allem, wenn man sowieso gerade schwer mit anderen Dingen beschäftigt ist. Mit Nachschreibeprüfungen zum Beispiel. Oder mit dem guten Wetter. Mit Fotoaufträgen. Und so weiter und so fort, kennt ihr das, wenn die To Do – Liste niemals kürzer, dafür immer länger wird, obwohl ihr jede halbe Stunde einen erledigten Punkt durchstreicht? Wenn der Berg an Aufgaben stetig wächst und man sich fragt, wie zum Teufel man auch noch Zeit aufbringen soll, um die Wäsche aufzuhängen, auf’s Klo zu gehen oder zu essen? Ich schätze, ziemlich viele von euch nicken gerade heftig mit dem Kopf. Tja, Stress ist wohl nicht die große Unbekannte in der Gleichung. Sondern das Ergebnis, wenn Faktor X noch nicht entdeckt ist. Faktor X, das heißt: Auf die innere Alarmanlage hören, nein sagen, dem eigenen Ehrgeiz einen Vogel zeigen und sagen: „Mir reichts. Ich brauch ’ne Pause.“ Manche müssen das erst lernen, ich auch. Und zum Lernprozess gehört ständiges Wiederholen. Dafür könnt ihr zum Beispiel diese feinen Postkarten herunterladen, ausdrucken und an die Wand hängen, in den Kalender kleben, verschicken und so weiter und so fort. Hauptsache, ihr erinnert euch daran, das BEEP BEEP BEEP der inneren Alarmanlage nicht wieder zu ignorieren.Weiterlesen »

Tschüss Sucht? | Kolumne

Heute möchte ich mich von etwas verabschieden, das ich eigentlich gar nicht loswerden will. Ähm, HÄ? Wieso, weshalb, warum? Nun ja, es geht um die Sucht. Meine Sucht. Nach Schokolade, diversen Serien (Gilmore Girls foreveeer), dem Blog, nach Faulheit, schönen Schuhen, Büchern, meiner Kamera, Harmonie, gutem Essen und so weiter und so fort, würde ich an dieser Stelle alles aufzählen, säßen wir übermorgen noch hier. Ohne all diese Dinge wäre mein Leben nur halb so schön, wenn überhaupt. Schokolade rettet mich mindestens 354 Mal im Jahr, entweder vor totaler Verzweiflung, extremer Müdigkeit in ungelegenen Situationen oder Kummer. Weiterlesen »

Tschüss Neidmonster | Kolumne

„Mischung aus Abscheu und Bewunderung“, so hat eine kluge Autorin den Begriff Neid in einem ihrer Bücher definiert. Sehr treffend, finde ich. Neid ist ein beißendes Gefühl. Es lässt dich Dinge denken, tun oder sagen, die du eigentlich niemals denken, tun oder sagen würdest. Wer neidisch ist, der fühlt sich klein. Klein und dick, klein und hässlich, klein und dumm, wahlweise gern auch klein und erfolglos. Nicht, weil dies den Tatsachen entspricht, ach was, sondern weil andere eben schlanker, schöner, klüger und erfolgreicher sind. Vergleich, das ist der Schlüssel. Der die gut gesicherte Stahltür aufschließt und das kleine, grüne Neidmonster herauslässt. Weiterlesen »

Von Faulheit, Perfektionismus und Ehrgeiz (außerdem: 6 Tipps für gelungene Selbstmotivation)

So, ich werde jetzt aufstehen, einen Tee trinken und dann geht’s ran an die Arbeit. Ich habe wirklich viel zu tun. Literaturbericht für das Außenpolitik-Seminar, annotierte Bibliografie für Ethnologie und vor allem Grammatik und Vokabeln der nächsten Arabisch-Lektion lernen. Also, los jetzt.
Aber der Regen trommelt gerade so schön auf’s Dach und es ist sooo gemütlich im warmen, weichen Bett … Hat ja super geklappt mit der Selbstmotivation. Aufgestanden bin ich nur, um mir drei (bis acht) Stückchen Schokolade zu holen. Eigentlich bin ich auch viel zu kaputt, um irgendwas zu machen. Nur noch ein halbes Stündchen ausruhen … Ups, eingeschlafen. Schon 14 Uhr?!Weiterlesen »