Eine Geschichte | Adventskalender Türchen 8

Heute möchte ich euch eine Geschichte erzählen. Naja, eigentlich wurde sie schon erzählt. Von einem Mann, der Henning Sußebach heißt. Vor drei Jahren, in einer Zeitung. Die Geschichte ist so schön, so wunderbar, dass ich finde, ihr alle solltet sie lesen. Es geht um Verzicht und Vertrauen. Vertrauen wächst, dachte ich, nur langsam. Vertrauen, dachte ich, haben wir nur gegenüber Menschen, die wir wirklich kennen – zu Recht. Aber so ist das nicht. Auch Fremden können wir vertrauen, vorausgesetzt, wir haben keine Angst vor ihnen. Vorausgesetzt, wir sehen nicht nur Unterschiede, sondern die Gemeinsamkeiten. Vorausgesetzt, wir versuchen, zu verstehen. Eigentlich ist uns das Unbekannte doch nur so lange unheimlich, bis wir es näher kennenlernen. Vorurteile verschwinden, wenn wir vertrauen. Und die Welt wäre schöner, wenn wir alle ein bisschen mehr so wären, wie Josef Heeg. Weiterlesen »

Weihnachtsbaumschmuck basteln | Adventskalender Türchen 7

Es gibt doch bestimmt in jeder Familie diesen einen Stern, den man mal im Kindergarten gebastelt und einem Familienmitglied zu Weihnachten geschenkt hat. Der seitdem jedes Jahr wieder herausgeholt und an seinem Ehrenplatz am Weihnachtsbaum aufgehängt wird (egal, wie grässlich er aussieht). Wer gerade angefangen hat, heftig mit dem Kopf zu nicken, darf sich jetzt die Kiste mit dem Weihnachtsbaumschmuck schnappen. Und ausmisten. Der mit Wachs bekleckerte Engel aus Ton – kann weg, der dunkelgrüne gefilzte Tannebaum –  muss weg (der war doch eigentlich schon vor fünf Jahren nicht mehr vertretbar), der Strohstern mit den abgeknickten Zacken … oh nein, der bleibt! Der ist von Oma. Weiterlesen »

Noch mehr Lieblingslieder ✩ Weihnachtsmusik | Adventskalender Türchen 6

Hallo ihr da draußen! Geht es euch gut? Oder trauert ihr, wie ich, dem Schnee hinterher? Wie befürchtet hat der Dauerregen auch alle weihnachtlichen Gefühle weggespült. Da hilft keine Kerze und auch kein Tee mit Kirsch-Marzipan-Geschmack mehr. (Der übrigens sehr lecker schmeckt. Mit viel Honig.) Meine Gedanken wollen sich heute nicht so recht ordnen lassen. Ich schreibe und schreibe, aber auf dem Bildschirm vor mir erscheinen keine Sätze, nur Bruchstücke der Gedanken, durcheinander, zusammenhangslos. Mir gefällt nicht, was ich mache, ich bin unzufrieden. Nichts gelingt. Ein Gang durch den Garten? Bringt nichts (außer eiskalten, halb abgefrorenen Fingern und nassen Socken). Eine Folge Gilmore Girls? Bringt nichts. Schokolade? Bringt nichts!! Was ich brauche, ist ein großes Stück Gelassenheit. Mit Zuckerguss und kleinen essbaren Rosenköpfen, geformt aus Marzipan. Ja, darauf habe ich richtig Lust.Weiterlesen »

Weihnachtspostkarten ✩ für Eilige ✩ | Adventskalender Türchen 5

Einen fröhlichen zweiten Advent euch allen! Ich hoffe, dass ihr im weichen Federbett schlummern konntet, bis von aller Müdigkeit nur noch ein wenig Schlafsand auf den Augenlidern übrig war. Am schönsten ist ein Sonntag doch, wenn er geruhsam beginnt. Vielleicht mit einem guten Buch oder einem gemeinsamen Frühstück – bei dem (nur ganz kurz) darum gestritten wird, wer die zweite Kerze auf dem Adventskranz anzünden darf. Weiterlesen »

Ein Rezept ✩ Elisenlebkuchen | Adventskalender Türchen 4

Morven Vanillekipferl, Lebkuchen, Zimtsterne, Stollen, Butterplätzchen, Spekulatius, Nussmakronen … was wäre die Weihnachtszeit nur ohne all diese Leckereien? Es würde definitiv etwas fehlen. Vieles kann man kaufen, aber es geht doch nichts über selbstgebackene Plätzchen (bis auf den Stollen vom Bäcker des Vertrauens unserer Familie … und dessen Lebkuchen … und Nussmakronen). Als ich klein war, habe ich jedes Jahr kurz vor dem ersten Advent zusammen mit meiner Mama und meinem Bruder Plätzchen ausgestochen, gebacken und verziert, mit Schokolade und Zuckerguss und ganz vielen bunten Streuseln. Ich kann mich besonders an eine Ausstechform erinnern: es war ein Schaf mit zwei unglaublich dünnen Beinen. Meistens lief es darauf hinaus, dass wir viel mehr liegende als stehende Schafe hatten, da bei dem Versuch, die ausgestochenen Plätzchen auf das Blech zu manövrieren, immer ein oder zwei Beine abbrachen. Mein Bruder und ich haben einen Wettbewerb daraus gemacht: Wer es schaffte, die meisten stehenden Schafe zu produzieren (einbeinige zählten natürlich nicht), war der Gewinner. (Den ich an dieser Stelle nicht verraten werde. 😉 )Weiterlesen »

Nikolaus 🎅 (die wahre Geschichte) | Adventskalender Türchen 3

Der Advent ist die schönste Zeit des Jahres. (Meinen Geburtstag, Ostern und den Sommer mal ausgenommen.) Schließlich gibt es ständig Geschenke. Und ich liebe (!) Geschenke. Geschenke für mich, Geschenke für die anderen von mir ♥ Menschen zu beschenken macht (fast) so viel Spaß, wie die eigenen Geschenke auszupacken. (Manchmal sogar mehr, kommt auf das Geschenk an.) Und heute ist Nikolaus! Juhu! Ich bin zwar gerade nicht Zuhause-Zuhause, aber ich weiß, dass eine geheimsnisvolle Person mit roter Jacke (meine Mama) trotzdem einen meiner Schuhe füllen wird (wehe, wenn nicht!) – mit Süßigkeiten ♥ (so viele Herzen heute – starten wir doch einen Aufruf, ein bisschen (mehr) Liebe in der Welt zu verteilen). Wenn ich ehrlich bin, wird der Nikolaustag besser, je älter man wird. Schließlich sind die Schuhe dann viel größer, da passt mehr rein (vielen Dank lieber Mensch, der du die Overkneestiefel erfunden hast).Weiterlesen »

Lieblingslieder ✩ Weihnachtsmusik | Adventskalender Türchen 2

Der Blick auf unseren Garten und die Straße unter meinem Fenster lässt das Zimmer noch behaglicher wirken. Hier ist es hell und warm, draußen ist es eisig kalt und langsam wird es dunkel – nur die Lichter der Straßenlaternen und Fenster werden zu sehen sein. Und der Schnee. Der Schnee auf den Dächern, Bäumen und den gefrorenen Rosenköpfen. Der Schnee, der sich in einer dicken Schicht über die ganze Stadt gelegt hat, so, wie die Stille, die ihm folgte. Ich finde, es sollte ein Wort für diese Stille geben. Schneestille. Die ist nicht dunkel, sondern hell. Kalt, aber angenehm. Für die Sinne und den Geist – denn sie drückt nicht, sie befreit. Und sie beschwert sich auch nicht. Wenn ich sie nach einem langen Spaziergang an der frischen Luft unterbreche. Mit meinem Lieblingsweihnachtslied. Weiterlesen »

Windlichter basteln | Adventskalender Türchen 1

Was ist ganz wichtig in der Adventszeit? Gemüüüütlichkeit ♥ An manchen Tagen wird es schon nachmittags um drei Uhr dunkel – oder gar nicht richtig hell. Außerdem ist es kalt und ungemütlich draußen, und so verbringen wir wohl die meiste Zeit im Haus. Zum Wohlfühlen können wir Tee trinken, Plätzchen essen, Orangenschalen auf die Heizung legen (damit es im Zimmer schnell gut duftet) und Kerzen anzünden. Oder Teelichter. Die sehen in einem Windlicht, das ganz einfach selbst gebastelt ist, am schönsten aus. Ihr braucht bloß ein bisschen farbigen Karton, Transparentpapier, eine Schere und Kleber. Und Bänder zum Verzieren, wenn ihr mögt. Auf geht’s: Die Stille genießen oder ein Hörbuch (oder Weihnachtsmusik!) einlegen und losbasteln. 🙂 (Basteln beruhigt die Nerven und macht Spaß. Auch, wenn das Ergebnis nicht den eigenen, ästhetischen Ansprüchen genügt. Ich habe schon furchtbare Windlichter gebastelt. Wirklich, die Letzten hättet ihr mal sehen sollen. Da fehlt der Griff zum Wegschmeißen. Aber als sie fertig waren und ich das Ergebnis von Weitem betrachtete, habe ich so schlimm lachen müssen, dass ich mit meinem (sonst so intensiven) Bauchmuskeltraining für mindestens drei Jahre aussetzen kann. Es hat sich also (doch) gelohnt.)Weiterlesen »

Dieses Jahr gibt es einen … Adventskalender!

Hallo ihr lieben Leute und herzlichen Glückwunsch! Jetzt dürft ihr endlich offiziell Weihnachtslieder summen und Plätzchen essen. (Wir mussten uns in den letzten Monaten … ähh Tagen natürlich, ziemlich zurückhalten. Wir? Das sind Morven und ich.) Vielleicht erinnert ihr euch, vergangenes Jahr im Dezember gab es eine Blog-Pause, dieses Jahr aber wollen wir (mit euch!) die Adventszeit riiichtig genießen. So richtig richtig. Und deswegen hat unser Adventskalender auch nur 12 Türchen. Hä?Weiterlesen »